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Vorwort

Mutter Julia und unsere geistliche Familie durften Gottes gute und weise Führung oft erfahren. Im Buch der Psalmen heißt es: „Der Ratschluss des Herrn bleibt ewig bestehen, die Pläne seines Herzens überdauern die Zeiten“ (Ps 33,11). Hier berichten wir von einigen Ereignissen aus der Geschichte Gottes mit unserer Gründerin und unserer Gemeinschaft.

In der Aufgabe, die der Herr dir jetzt anvertraut, ist Er für dich gegenwärtig. Mutter Julia

1910 – Kindheit

Julia wird am 11. November 1910 in Geluwe (Bistum Brügge, Belgien) als achtes von elf Kindern geboren. 1914 – 1918 tobt der Erste Weltkrieg. 1917 muss die Familie Geluwe verlassen und kehrt 1920 dorthin zurück. Ab dem 14. Lebensjahr arbeitet Julia in verschiedenen Familien in Belgien und Frankreich.

Ich habe meine Erziehung inmitten der Kriegswirren erhalten. Gott braucht nichts von dem, was die Welt braucht, um einen Menschen zu formen. Er weiß, was er gibt und was er nimmt. Mutter Julia

1925/1926 – Paulus

Beim Hören des Wortes Gottes während der heiligen Messe wird Julia von der Person und den Worten des heiligen Paulus tief ergriffen.

„Es wird eine Zeit kommen, in der man die gesunde Lehre nicht erträgt“ (2 Tim 4,3). Ich wurde von diesem Aufruf des heiligen Paulus sehr ergriffen. Dieser Text war wie ein Ruf der Vorsehung Gottes für mein ganzes Leben. Dies war das erste Samenkorn des Charismas des „Werkes“. Mutter Julia

1929 – Hingabe

Der Film „König der Könige“ über das Leben Jesu hinterlässt einen tiefen Eindruck in der Seele von Julia. Im selben Jahr beginnt für sie nach einem Sturz von einer Treppe eine Zeit des Leidens. Später erinnert sich Julia an die Darstellung vom Leiden Jesu im Film und schreibt:

In jenem Augenblick habe ich mich ganz Gott hingegeben. Mutter Julia

1934 – Heiliges Bündnis

Am Hochfest des Herzens Jesu empfängt Julia durch ein gnadenvolles Licht eine tiefe Erfahrung mit dem dornengekrönten Herrn. Sie beantwortet den Ruf Christi mit einem entschiedenen Ja.

Das Jawort, das ich damals dem Herrn gab, war wie ein „Heiliges Bündnis“ mit dem gottmenschlichen Herzen Jesu. Mutter Julia

1938 – Gründung

Kaplan Cyrill Hillewaere, der geistliche Begleiter von Julia, erkennt in ihr das Wirken Gottes. Am 18. Januar folgt er selber dem Ruf, sich für „Das Werk“ zur Verfügung zu stellen. Dieser Tag gilt als Gründungstag des „Werkes“.

Seit dem 18. Januar 1938 hat der Herr mich und mit mir andere berufen, die Einheit in einer Familie zu leben, sein Leben und sein Gebet uns zu eigen zu machen und für Ihn und mit Ihm für diese Einheit zu wirken. Mutter Julia

1941 – Zukunft in Gottes Hand

Am 16. Juli, dem Fest Unserer Lieben Frau vom Berge Karmel, verlässt Julia unter dem Schutz der Gottesmutter Maria ihr Elternhaus, um in innerer Freiheit dem Ruf Gottes besser folgen zu können.

Maria half mir, den heiligen Willen Gottes inmitten der weiteren Kriegsjahre zu erfüllen. Die Zukunft war Gott allein bekannt. Mutter Julia

1947 – Gemeinschaftsleben

In St. Niklaas und kurz darauf in Brüssel entwickelt sich das gemeinschaftliche Leben der ersten Schwestern mit Mutter Julia. 1950 übernimmt die junge Gemeinschaft ein leer stehendes Kloster in Villers-Notre-Dame (Bistum Tournai). Bald entstehen weitere Niederlassungen in Belgien.

Mutter Julia war so einfach und echt. Sie war allen so nahe. Sie war herzlich, entspannt. Mit ihr gab es ein wahres Band als Familie ohne falsche Vertraulichkeit. Eine Schwester über Mutter Julia

1959 – Erste kirchliche Anerkennung

Die Gemeinschaft erhält die erste kirchliche Anerkennung als „Pia Unio“ durch Bischof Charles-Marie Himmer, Bischof der Diözese Tournai, in Wallonien (Belgien).

Jesus weiß, wie sehr ich danach verlange, dass das „Werk“ fest in die Kirche eingepflanzt werde. Mutter Julia

1964 – Ausbreitung

In Innsbruck (Österreich) entsteht die erste Niederlassung des „Werkes“ außerhalb von Belgien. Freude und gläubige Zuversicht, aber auch Mühen und Schwierigkeiten begleiten die weitere Ausbreitung in verschiedenen Ländern.

Wie der Herr es fügt, ist es gut. Ich spüre und vertraue darauf, dass der Herr die Leitung des „Werkes“ wirklich machtvoll in die Hände nimmt. Mutter Julia

1970 – Weitere Entwicklung

Mutter Julia übergibt die Leitung in jüngere Hände. Es entwickeln sich neue Formen der Mitgliedschaft: Diözesanpriester, Familien, Witwen und Alleinstehende schließen sich dem „Werk“ an.

Es gibt verschiedene Gnadengaben, aber nur den einen Geist. Es gibt verschiedene Dienste, aber nur den einen Herrn. 1 Kor 12,4-5

1986 – Priestergemeinschaft

Bischof Bruno Wechner errichtet die Priestergemeinschaft des „Werkes" in der Diözese Feldkirch (Österreich). Zwei Jahre später beginnt in Rom eine eigene Priesterausbildung im „Werk“.

Die gegenseitige Ergänzung der Priester- und Schwesterngemeinschaft gehört wesentlich zum Auftrag des „Werkes“ in dieser Zeit. Mutter Julia

1997 – Heimgang

Am 29. August vollendet Mutter Julia ihren irdischen Pilgerweg des Glaubens und kehrt heim in das himmlische Vaterhaus. Sie findet in der Kirche des Klosters Thalbach in Bregenz (Österreich) ihre letzte Ruhestätte.

Es hat Gott gefallen, mich zu erwählen, nach seinem Willen Werkzeug für sein „Werk“ zu sein. Ich habe nichts gegründet. Seit Jesus Christus die heilige Kirche gegründet hat, ist alles gegründet. Er braucht nur Menschen, die diese Gründung gründlich leben. Mutter Julia

1999 – Eine neue Form des geweihten Lebens

Das „Werk“ erhält am 11. Juni 1999 in der Diözese Rom die kirchliche Anerkennung als eine neue Form des geweihten Lebens. Im Schreiben „Vita consecrata“ (1996) heißt es:

Die ewige Jugend der Kirche erweist sich auch heute: In den letzten Jahrzehnten sind neue oder erneuerte Formen geweihten Lebens in Erscheinung getreten.

Buch Mutter Julia

Jenen, die mehr über Mutter Julia und die Anfänge der geistlichen Familie „Das Werk“ erfahren möchten, empfehlen wir das Buch "Sie liebte die Kirche".

Bestellformular:  "Sie liebte die Kirche". Mutter Julia Verhaeghe und die Anfänge der geistlichen Familie „Das Werk“, Eigenverlag 2005.

 

Päpstliche Anerkennung der geistichen Familie "Das Werk" am 29. August 2001

Botschaft von Papst Johannes Paul II. an unsere Gemeinschaft: zum Artikel

Nach der päpstlichen Anerkennung unserer geistlichen Familie „Das Werk“ hat Kardinal Ratzinger am 10. November 2001 eine Dankmesse in St. Peter in Rom mit uns und für uns gefeiert.

hier die Predigt im Wortlaut

 

 

2001 – Päpstliche Anerkennung

Das „Werk“ erhält die päpstliche Anerkennung als „Familie des geweihten Lebens“. Papst Johannes Paul II. richtet eine Botschaft an „Das Werk“ Kardinal Joseph Ratzinger feiert eine Dankmesse im Petersdom in Rom und hält die Predigt.

Rom steht mir vor Augen. Der Heilige Vater muss seinen Segen über das „Werk“ geben. Ich denke, dass ich Jesus darum bitten und danach streben darf. Mutter Julia (1939)