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Die geistliche Familie "Das Werk"

Glauben mit Mutter Julia 2. Teil

Für das Geschenk des Glaubens danken

 
 
 
 
Mutter Julia wusste, dass der Glaube ein unverdientes Ge­schenk Gottes ist. Deshalb war ihr Herz erfüllt mit Dankbar­keit für den Glauben, der uns in der Taufe eingegossen wurde.
 
Im täglichen Morgengebet beten die Mitglieder des „Werkes“ deshalb zu Jesus Christus: „Wir beten dich an als Herrn und Meister unseres Lebens und danken dir für die Licht bringende Gabe des heiligen Glaubens.“ Nach Gott verdanken wir der Kirche den Glauben: Ihr wurde von Jesus Christus der Schatz des Glaubens anvertraut und sie gibt ihn in der Kraft des Heiligen Geistes von Generation zu Generation weiter. Mutter Julia war von dieser Wahrheit tief ergriffen und schrieb: „Gott machte die Kirche zur Schatz­kammer aller übernatürlichen Reichtümer seiner Gnaden, die er uns schenkt, um uns im Glauben zu stärken. Dieser Gnadenschatz, den Christus durch seine Erlösungstat für uns verdient hat, wird uns durch die Kirche dargeboten kraft des Wirkens des Heiligen Geistes in unserer Seele.“ Schließlich gebührt unser Dank auch jenen, die uns in den Reichtum des Glaubens eingeführt haben, vor allem unseren Eltern, Katecheten und Priestern. Der Glaube verbindet uns mit dem Herrn, der Licht auf unserem Weg ist – in guten und in schweren Tagen, immer und überall. Mutter Julia brachte ihre Dankbarkeit für den Glauben einmal in Form eines Gedichtes zum Ausdruck:
 
„O verborg’ner Schatz,
im Licht des heil’gen Glaubens mir geschenkt,  
Edelstein voll Herrlichkeit, mir in der Taufe eingesenkt.
In dir strahlt das starke Siegel aller Gnade:
Jesus, du mein Licht!“
 
Danken wir Gott für das Geschenk des Glaubens und für jene, die uns den Glauben überliefert haben.
 

Den Inhalt des Glaubens leben und weitergeben

Im Morgengebet der Mitglieder des „Werkes“ ist auch die Rede vom „heiligen Inhalt des Glaubens“. Der christliche Glaube hat einen klaren Inhalt, den Gott uns offenbart hat. Die wichtigsten Wahrheiten sind im Glaubensbekenntnis zusammen­ gefasst. Die Kirche bewahrt die Wahrheiten des Glaubens wie kostbare Perlen, denn sie sprechen von der Größe Gottes, vom Werk der Schöpfung, vom Weg der Erlösung, vom Geschenk der Heiligung in der Kirche und von der Berufung zum ewigen Leben. Jede Glaubenswahrheit bereichert unser Leben, und der Verlust auch nur einer Glaubenswahrheit würde uns ärmer machen. Mutter Julia erkannte, dass das „Werk“ die Sendung hat, ein „Weckruf zur Reinerhaltung des heiligen Glaubens im Volk Gottes zu sein“. Der Glaube ist das größte Gut der Kirche, er verbindet die Glieder der Kirche an allen Orten und zu allen Zeiten, er antwortet auf die tiefsten Fragen der Menschen und öffnet die Tür zum ewigen Heil. Deshalb sagte Jesus vor seiner Himmelfahrt zu den Jüngern: “Geht hinaus in die ganze Welt, und verkündet das Evangelium allen Geschöpfen! Wer glaubt und sich taufen lässt, wird gerettet; wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden” (Mk 16,15­16). Wir alle sind gerufen, den Glauben treu zu leben und weiterzugeben. Mutter Julia betete: “Herr Jesus, mehre und stär­ke in uns den Glauben an deine Liebe. Mach uns fähig, den Auftrag zu erfüllen, den Gott uns durch unsere Berufung ge­geben hat, nämlich in dieser bedrängten Stunde deiner Kirche zu dienen, in dem wir von der Reinheit deines Wortes und deiner Lehre kraftvoll Zeugnis ablegen.“
»Herr Jesus, mehre und stär­ke in uns den Glauben an deine Liebe.«
Mutter Julia Verhaeghe