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Feier des „Heiligen Bündnisses“ von frater Johannes und frater Simon

Am 1. Oktober 2011 haben sich frater Simon De Keukelaere aus Belgien und frater Johannes Reiber in einem festlichen Gottesdienst in Dadizele, einem schönen Wallfahrtsort in Westflandern (Belgien), Gott und dem Dienst in der Kirche geweiht. Sie schlossen das „Heilige Bündnis mit dem Herzen Jesu“ und versprachen, um des Himmelreiches willen ehelos zu bleiben und dem Herrn in keuscher, gottgeweihter Lebensweise nachzufolgen. Als äußeres Zeichen ihrer Hingabe empfingen sie den Chormantel. Er wird in der geistlichen Familie des „Werkes“ von den Brüdern und Schwestern beim feierlichen Stundengebet und Gottesdienst getragen.

 

Erzbischof Giacinto Berloco, Apostolischer Nuntius in Belgien, erklärte die gottgeweihte Berufung in seiner Predigt mit folgenden Worten: Frater Johannes und frater Simon haben den Ruf des Herrn empfangen, gottgeweihte Priester zu werden. Es dauert noch ein paar Jahre, bis sie die Priesterweihe empfangen. Am heutigen Tag aber weihen sie bereits ihr Leben dem dreifaltigen Gott. Sie wollen dem keuschen, armen und gehorsamen Jesus nachfolgen und ein gottgeweihtes Leben führen. Der Ruf zur gottgeweihten Keuschheit, den unsere Brüder empfangen haben und heute beantworten, ist ein Ruf zur Liebe. Sie sind der Liebe Gottes begegnet, sie haben diese wunderbare Liebe erkannt und erfahren. Wir alle kennen die Stelle aus dem Evangelium, die von einem jungen Mann berichtet, der sich mit der Frage an Jesus wendet: „Meister, was muss ich Gutes tun, um das ewige Leben zu gewinnen?“ (Mt 19, 16). Jesus verweist ihn auf die Gebote und der junge Mann bezeugt, dass er diese in Treue erfüllt. Und dann stellt der junge Mann eine zweite Frage. „Was fehlt mir jetzt noch?“ (Mt 19,20).  Er will noch mehr geben, er will alles geben. Dieses Verlangen habt auch Ihr erfahren. Dieses Verlangen hat Gott selbst in euch erweckt. Heute nun schließt Ihr ein heiliges Bündnis mit dem Herzen Jesu. Ihr schließt einen Bund der Liebe. Ihr schließt keinen Ehebund mit einer Frau, sondern einen Liebesbund mit Jesus. Ihr versprecht, den Herrn mit Eurer ganzen Existenz zu lieben und seine Liebe in diese Welt hineinzutragen. Ihr wollt ihm alles geben und ihn mit ganzem Herzen lieben. Ihr werdet nicht Kinder zeugen in einer ehelichen Gemeinschaft, aber ihr werdet geistliche Kinder bekommen. Geistliche Söhne und Töchter sind jene Menschen, die durch Euch den Weg zu Gott finden, durch Eure Worte und Euer Lebenszeugnis den Glauben entdecken, im Glauben wachsen, im Glauben gestärkt werden und im Glauben den tiefen Sinn des Lebens entdecken. Ich wünsche Euch, dass Christus in Euch lebt und dass Ihr viele Menschen zu Christus führt.

 

Kirche von DardizeleViele Angehörige, Freunde und Bekannte der beiden jungen Mitbrüder sowie Angehörige und Freunde des „Werkes“ kamen zu diesem wichtigen Augenblick ihres gottgeweihten Lebensweges. Freude über die Berufung Gottes und die Annahme dieser Berufung durch frater Johannes und frater Simon erfüllte viele Herzen. Am Ende der Messe bedankten sich die Mitbrüder unter anderem mit folgenden Worten: „Der Herr hat uns nicht erwählt, weil wir besser sind als die anderen. Vor Gott sind wir ganz klein, aber er beruft jene, die er auserwählt hat (vgl. Mk 3,13). Ich darf bezeugen, dass mich der Herr, nachdem ich zur Berufung Ja gesagt habe, im Tiefsten meines Gewissens und meines Herzen etwas von seiner Freude und seinem Frieden erfahren lässt“ (frater Simon). „Wir brauchen dringend christliche Familien, die Kirche und die Welt brauchen aber mehr denn je feurige Priester und Gottgeweihte. Ich selbst weiß zum Beispiel aus eigener Erfahrung, welchen Einfluss ein guter Priester haben kann. Es war mein Heimatpfarrer, der in mir in meinen Kinderjahren den Gedanken erweckte, Priester zu werden. Sein Vorbild und das Vorbild anderer Priester stehen mir immer vor Augen. Unser geliebter Papst Benedikt sagte in einer ersten Predigt als Papst: ‚Habt keine Angst vor Christus! Er nimmt nichts, und er gibt alles. Wer sich ihm gibt, der erhält alles hundertfach zurück‘“ (frater Johannes)

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Friedensgruß

 

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