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P. Georg Gantioler FSO

P. Thomas Felder übernimmt die Leitung der Priestergemeinschaft des „Werkes“

Mit 18. Januar 2017 ist P. Dr. Thomas Felder FSO der neue international Verantwortliche der Priestergemeinschaft des „Werkes“. Er übernimmt den Auftrag von P. Dr. Peter Willi, der seit 1986 diese Verantwortung wahrgenommen hatte. Sie wurde ihm damals als jungen Priester von unserer Gründerin, Mutter Julia, anvertraut, nachdem die ersten Priester und Seminaristen sich entschieden hatten, als Mitglieder des „Werkes“ im engeren Sinn zu leben und die Priestergemeinschaft in der Diözese Feldkirch errichtet worden war.
P. Dr. Peter Willi FSO
P. Peter Willi hat 30 Jahre lang mit dem Einsatz seiner Kräfte und Möglichkeiten dem Aufbau, der Entwicklung und der Stabilisierung der jungen Priestergemeinschaft gedient. Dies umfasste neben den gewöhnlichen Leitungsdiensten vor allem die Mitarbeit an der Abfassung der Konstitutionen, den Einsatz für die päpstliche Anerkennung der Gemeinschaft, die Errichtung des Ausbildungshauses in Rom, die Begleitung junger Interessenten an der Gemeinschaft und die Sorge um die Formung der Mitglieder nach der Spiritualität des „Werkes“. Dies geschah in Verbundenheit und Einheit mit der Schwesterngemeinschaft des „Werkes“, wie es der ausdrückliche Wunsch von Mutter Julia war. Nach 30 Jahren des Einsatzes in dieser Verantwortung sah P. Peter im vergangenen Jahr den Zeitpunkt gekommen, sein Amt in andere Hände zu legen.
 
Der Priesterrat unserer geistlichen Familie hat nach einer Befragung und einem eindeutigen Votum der Mitglieder der Priestergemeinschaft des „Werkes“ am 17. Oktober 2016 P. Thomas Felder zu seinem Nachfolger ernannt. Seine Ernennung wurde von der Kongregation für die Institute des geweihten Lebens und die Gesellschaften des apostolischen Lebens bestätigt. Mit 18. Januar 2017, dem Jahrestag der Gründung unserer geistlichen Familie, übernimmt er dieses Amt. P. Thomas kennt unsere geistliche Familie von Kindheit an, hat sich schon als Seminarist der Gemeinschaft angeschlossen und hat in seinen vielfältigen Aufgaben als Priester sein Engagement für das „Werk“ unter Beweis gestellt.
P. Dr. Thomas Felder FSO
Unsere Gründerin, Mutter Julia, verstand Leitung und Autorität in der Gemeinschaft immer im Sinn der „geistlichen Vater- und Mutterschaft“. Sie meinte damit, dass im „Werk“ Verantwortung im Geist einer Familie und mit Blick auf das Wohl der Einzelnen und der Gemeinschaft ausgeübt werden soll. Sie wollte, dass durch den Dienst der Leitenden eine Atmosphäre entsteht, in der jedes Mitglied zu einem frohen Leben in der Nachfolge Christi und zur Entfaltung seiner Gaben und Talente ermächtigt und ermutigt wird, um damit zu dienen. Dieses große Ideal zu verwirklichen, war und ist gewiss nicht einfach. Es ist nur möglich unter dem Anspruch einer ständigen Bereitschaft zur Umkehr und Korrektur, durch eine lebendige Orientierung am Evangelium Christi, durch das mündige Zusammenwirken aller Mitglieder der Gemeinschaft, durch gegenseitige Wertschätzung und Vertrauen und nicht zuletzt durch den Glauben an das Wirken der Gnade Gottes.
 

Der Dienst von P. Thomas steht unter einem hohen Anspruch. Sein Primizspruch, den er sich bei seiner Priesterweihe vor 25 Jahren gewählt hat, „Christus hat die Kirche geliebt und sich für sie hingegeben“ (Eph 5,25), ist bleibendes Motto auch für seine neue Aufgabe: Christus, den guten Hirten, nachahmen, das Leben einsetzen für das Wohl der Kirche, die tägliche Hingabe leben, um durch den Aufbau unserer geistlichen Familie dem Reich Gottes zu dienen.