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Veröffentlicht am
24.02.2020
Autor
Die geistliche Familie "Das Werk"

Feier zum 100. Geburtstag von Kardinal Leo Scheffczyk

 
Am 21. Februar 2020 begingen wir den 100. Geburtstag von Leo Kardinal Scheffczyk (1920-2005). Etwa 30 Personen folgten dem Angebot zu einer Führung von P. Johannes Nebel im Leo-Scheffczyk-Zentrum im Kloster Thalbach sowie dem Besuch seines Grabes auf dem Friedhof des Klosters in Bregenz. Acht Vertreter der oberschlesischen Landsmannschaft legten dort zwei Blumengaben nieder und gaben mit ihren vier Fahnen der festlichen Gedenkmesse eine besondere Note. Hauptzelebrant beim feierlichen Gottesdienst in der St. Antoniuskirche war P. Thomas Felder; die Predigt hielt P. Johannes Nebel, dem seit 2006 die Verwaltung des Nachlasses von Kardinal Scheffczyk anvertraut ist. Zu der Messfeier erklang auch die Vertonung einer Dichtung des jungen Leo Scheffczyk, gesungen von einigen Schwestern unserer Gemeinschaft. Im Anschluss an den Gottesdienst konnten die Gläubigen ein Wort von Kardinal Scheffczyk als Andenken mitnehmen. Eine Agape im angrenzenden Bruder-Benno-Saal bot für viele noch Gelegenheit zu froher Begegnung.
 
Die Vorsehung Gottes hat Kardinal Scheffczyk Ende der 70er Jahre des vergangenen Jahrhunderts mit unserer geistlichen Familie in Verbindung gebracht. Seit den frühen 80er Jahren hat er als Mitglied im weiteren Sinn zu unserer Gemeinschaft gehört. Mit großem Eifer, mit Durchhaltevermögen und Hingabe widmete er sich seiner Berufung als Theologe und Priester. Er verstand sich als Diener der Kirche und setzte sich mit vielen theologischen Strömungen und Entwicklungen auseinander. In seinen zahlreichen Schriften bezeugte er im Licht aktueller Fragen treu den Glauben der Kirche. Die Erhebung zum Kardinal (2001) durch den hl. Papst Johannes Paul II. besiegelte sein Wirken.
 
Leo Scheffczyk ist Mutter Julia Verhaeghe, der Gründerin der geistlichen Familie „Das Werk“, öfters begegnet. Im Anhang des Buches „Sie liebte die Kirche“ über ihr Leben finden sich Auszüge aus seinem beeindruckenden Zeugnis über sie. Manche ihrer Schriften prüfte er als Theologe, wofür sie dankbar war. Er hielt viele Vorträge und Predigten in unserer Gemeinschaft. Wir sind dankbar für sein Wirken und sein Vermächtnis für die Kirche und seine Verbundenheit mit unserer Gemeinschaft.
1991, Begegnung von Prof. Scheffczyk und Mutter Julia Verhaeghe