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Veröffentlicht am
28.09.2020
Autor
Die geistliche Familie "Das Werk"

Beethoven-Soirée im Kloster Thalbach

26. September 2020

Musikerehepaar Till Alexander und Barbara Körber

In etwa zweieinhalb Monaten jährt sich zum 250. Mal der Geburtstag Ludwig van Beethovens. Wegen der Corona-Situation mussten ausgerechnet für dieses Jubiläum weltweit leider viele Konzerte ausfallen. Als geistliche Familie im Kloster Thalbach hatten wir jedoch die Freude, das Musikerehepaar Till Alexander und Barbara Körber (Wilhering bei Linz) für kurze Zeit unter uns begrüßen zu können und mit ihnen dieses bedeutenden musikalischen Meisters zu gedenken. Dazu gab uns Ehepaar Körber am 26. September abends ein wunderschönes und beeindruckendes Hauskonzert, wofür unser Refektorium als Konzertsaal diente.

Anfangs gab P. Johannes Nebel FSO uns eine kurze Einführung in das Leben des Komponisten. Dann übergab er das Wort Herrn Körber, der auf lebendige und einprägsame Art die musikgeschichtliche und geistige Bedeutung Beethovens erläuterte. Er tat dies in Form von kurzen Einführungen zu den daraufhin aufgeführten musikalischen Werken. Zunächst spielte Ehepaar Körber am Klavier Beethovens früh entstandene "Acht Variationen über ein Thema des Grafen von Waldstein" (WoO 67), in denen sich schon in jugendlich-sprühender Frische das Ganze des Genius Beethovens ankündigt. Anschließend gab Herr Körber allein die nach der großen "Missa sollemnis" komponierten sechs Bagatellen op. 126 zum Besten, die uns die tiefgehend abgeklärte Meisterschaft des inneren Ausdrucks in Beethovens Spätwerk eröffnete.

Am Ende stand die Darbietung der Sonate D-Dur für Klavier und Violoncello op. 102/2, an deren Ende eine in musikalischer Dichte herausfordernde Fuge steht. Alle beeindruckt von der spürbaren Harmonie der miteinander musizierenden Eheleute in der Ausführung dieses anspruchsvollen Werkes. Durch diesen schönen Konzertabend ist uns allen die Gestalt und das Werk Ludwig van Beethovens näher gekommen.