Cover
»«
Veröffentlicht am
14.06.2019
Autor
Lukas Hutter

Auf den Spuren des seligen Pier Giorgio Frassati

Der "Frassati-Club" in Turin

Vom 8. Juni bis zum 10. Juni 2019 starteten 13 Personen nach Turin. Alle Jugendlichen die mitfuhren, waren auch bei der Musicalwoche im August 2018 im Kloster Thalbach dabei, bei der sie ein Musical über den Seligen Pier Giorgio Frassati einstudierten.

Musical-Woche 2018

Der „Frassati-Club Bregenz“ war nun auf den Spuren des Seligen in Turin und Umgebung.

Vor dem Haus der Familie Frassati

Über die Zeit des Probens für unser Musical sind wir als Gruppe immer weiter zusammengewachsen. Jedoch ist es für uns als bunte Truppe unterschiedlicher nationaler Herkunft nicht einfach, sich zu treffen. Daher ist die Idee gewachsen, über Pfingsten auf den Spuren unseres Musicalpatrons Pier Giorgio Frassati zu wandeln.

Freitagabend sind so gut wie alle in Thalbach angereist damit wir pünktlich um 6:30 Uhr nach dem Frühstück aufbrechen konnten. Mittags in Turin angekommen, haben unsere slowenischen Freunde und die aus Rom ebenfalls separat angereisten Mitbrüder schon auf uns und das anstehende Mittagessen gewartet. Frisch gestärkt konnten wir so noch einige Highlights an diesem Tag erleben. So waren wir erst im Turiner Dom, wo wir vor dem Grab von Pier Giorgio beten durften und danach in der Heimatpfarrei unseres Patrons die hl. Messe mitfeiern. Wir kamen auch am Haus der Frassati Familie vorbei, in dem Pier Giorgio auch gestorben war. Den Abend haben wir dann in einer Pizzeria ausklingen lassen. Außerdem hatten wir die Möglichkeit in einem Gemeinschaftsraum der Unterkunft danach ein witziges Spiel namens "Irrenhaus" auszuprobieren.

Am nächsten Tag hatten wir noch die Möglichkeit eine Kopie des Turiner Grabtuches in Originalgröße anzuschauen bevor  wir uns auf den Weg nach Pollone begaben, ca 1,5 Stunden nördlich von Turin. Dort steht das Familienhaus von Pier Giorgio, in dem er im Sommer und in den Ferien viel Zeit verbrachte. Seine Eltern waren sehr wohlhabend, was sich auch im großzügigen und prachtvollen Baustil wiederspiegelt. Wegen dem Geist von Pier Giorgios der über der Anlage lebt, herrschte dort ein besonderer Friede. Es gab dort zwei Zimmer, eines in dem er schlief, als er in Pollone wohnte. Im anderen Zimmer, dem seiner Großmutter, befanden sich alle Möbel aus seinem Sterbezimmer in Turin. Seine Zimmer waren immer noch genau so wie damals und man konnte sich ihm im Gebet besonders nahe fühlen. Auch durften wir in seinem Sterbezimmer die heilige Messe feiern und ihm noch einmal unsere ganz persönlichen Anliegen bringen. Danach fuhren wir weiter zum Marienwallfahrtsort Oropa. Dieser liegt idyllisch in den Bergen und entwickelte sich aus den besonderen Gnaden die man bei der schwarzen Madonna erflehen konnte. Auch Pier Giorgio und Don Bosco waren hier um zu beten denn wie auch wir spürten sie wahrscheinlich dem Himmel wortwörtlich ein Stück näher zu sein. Den Abend haben wir dann mit gemeinsamen Pasta Essen und Gemeinschaftsspielen abgeschlossen.

 

Gebet am Grab des seligen Pier Giorgio
Am nächsten Morgen frisch erholt und ausgeschlafen begannen wir wie jeden Tag mit der Laudes und dem anschließenden Frühstück. In Italien fällt dieses in der Regel aufgrund des üppigen Abendessens oft sehr spärlich aus. Wir hatten aber das Glück den Tag mit einem großen Toast und einem sehr leckeren Cafe zu beginnen.
Danach wäre laut Plan eine Bergwanderung angestanden. Da es aber angefangen hatte zu Regnen und die Wetteraussichten nicht auf Besseres hoffen ließen, blieben wir in Oropa. Neben unserem Klosterkomplex verlief aber ein sehr bekannter Monte Santo. Das sind in unserem Fall 12 Marienkapellen, die von den verschiedenen umliegenden Gemeinden gebaut wurden und Ereignisse aus dem Leben Mariens herausgreifen.
Zum Abschluss kam unsere Reise dann ganz klassisch. Wir nutzten die restliche Zeit noch um ein paar Souvenirs zu kaufen und Postkarten für alle daheim gebliebenen Clubmitglieder zu schreiben.
Kurz gesagt, wir hatten eine unvergessliche Zeit zusammen und sind wieder stärker im Glauben zusammengewachsen.
Heilige Messe im Sterbezimmer von Pier Giorgio
In der Pfarrkirche des sel. Pier Giorgio in Turin
Auf unserem Pilgerweg - Sacro Monte Oropa