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Autor
Sr. Birgit Dechant FSO

5. Treffen der "Neuen Formen des gottgeweihten Lebens" in Rom

Vom 13. bis 15. Juni 2019 trafen sich in Rom Vertreter von Gemeinschaften, die sich zu den neuen Formen des gottgeweihten Lebens zählen. 130 Mitglieder aus 40 verschiedenen Instituten des geweihten Lebens nahmen an der Konferenz teil, die sich mit dem Thema auseinandersetzte: „Die Weihe an Gott und die verschiedenen Lebensstände in den Neuen Formen des gottgeweihten Lebens“. Es war bereits der fünfte Kongress dieser Art und versammelte Gottgeweihte aus 24 verschiedenen Ländern und vier Kontinenten.
P. Jesus Fernandez, der Präsident des Institutes Id von Christus dem Erlöser (Missionare und Missionarinnen Identes), unterstrich in seinen Eröffnungsworten, dass gottgeweihte Personen sich durch ihr Streben nach Einheit mit Gott und nach Heiligkeit sowie durch eine innere Autorität auszeichnen sollen, durch welche sie helfen, die Kirche und die Welt mit Heiligkeit zu durchsäuern. Sr. Margarete Binder, die international Verantwortliche der gottgeweihten Frauen der geistlichen Familie „Das Werk", ermutigte die anwesenden Gemeinschaften, auf ihrem Weg mit Geduld, Durchhaltevermögen und Gebet weiterzumachen. Fr. Rodrigo Carrizo Moya, Präsident der missionarischen Fraternität Verbum Dei, bestätigte, dass die Neuen Formen sich noch in Entwicklung befinden, dass sie aber am Bau eines Weges mithelfen, der in der Zukunft neue Möglichkeiten für andere Gemeinschaften eröffnen wird.
Der Sekretär der Kongregation für die Institute des gottgeweihten Lebens und der Gesellschaften apostolischen Lebens, Erzbischof José Rodríguez Carballo, war der Vorsitzende der abschließenden Sitzung, bei der die Sprecher der verschiedenen Arbeitsgruppen die Ergebnisse ihrer Gruppenarbeiten vorstellten. Zur Sprache kamen dabei: das Verständnis von Weihe, die Zusammengehörigkeit im missionarischen Einsatz, die Formen der Zugehörigkeit in den verschiedenen Lebensständen und der Ausdruck „kirchliche Familie“. Die Arbeitsgruppen hatten sich auch mit den Inhalten der verschiedenen Vorträge während des Kongresses auseinandergesetzt: die charismatische Weihe, die von Lourdes Grosso M.Id dargelegt wurde; der Ausdruck kirchliche Familie und die Beziehung zwischen den Lebensständen, wie P. Friedrich Bechina, FSO sie erklärte; die Weihe, wie sie P. José Cristo Rey García Paredes, C.F.M. vor allem aus der Sicht des Bundes mit Gott darlegte sowie die Zusammengehörigkeit durch den missionarischen Auftrag, die P. Rodrigo Carrizo Moya, F.M.V.D. erläuterte.
Erzbischof Rodriguez Carballo hörte den Zusammenfassungen der Vortragenden aufmerksam zu. Er bewertete die charismatische Verschiedenheit, die dabei zum Ausdruck gekommen ist, als sehr positiv. Er unterstrich, dass der Heilige Geist sich nicht wiederholt, sondern kreativ wirkt, und ermutigte die Gemeinschaften ihre Verschiedenheit zu bewahren. Er wies die Anwesenden auf Aspekte hin, die sie in ihrer weiteren Entwicklung beachten sollten: den kirchenrechtlichen Rahmen und das Prinzip, dass das Gesetz dem Leben dienen soll; das Bemühen um die Einheit mit der Kirche; die Bedeutung der Gründer und Gründerinnen; die Leitung in ihrem Dienstcharakter; das Verständnis der Weihe und die Bedeutung einer guten Ausbildung. Er überbrachte auch die Grüße von Papst Franziskus, den er nur einige wenige Stunden davor gesehen und der sein Interesse für die Neuen Formen zum Ausdruck gebracht hatte.
Im 20. Jahrhundert sind neue Formen des geweihten Lebens entstanden, wovon sich viele im Kontext des Zweiten Vatikanischen Konzils gebildet haben. Den meisten von ihnen ist gemeinsam, dass es bei ihnen Mitglieder aus verschiedenen Lebensständen gibt und sie sich für die Neuevangelisierung einsetzen. Die Konferenz, die in der römischen Pension Enrico De Ossò stattfand, war von Mitgliedern von Verbum Dei, der geistlichen Familie „Das Werk“ und den Identes Missionaren und Missionarinnen organisiert worden.
Lourdes Grosso, M.Id.; P.Domingo J. Andrés Gutiérrez, C.F.M.; P. Jesús Fernández M.Id.; Sr. Margarete Binder F.S.O.; P. Rodrigo Carrizo F.M.D.V.; P. José Cristo Rey García Paredes C.F.M.