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Veröffentlicht am
01.12.2019
Autor
Die geistliche Familie "Das Werk"

25 Jahre eucharistische Anbetung im Kloster Thalbach

Die Anbetung – Ein Ort, wo Jesus Großes in den Herzen der Menschen wirkt.

Gottheit tief verborgen, betend nah ich dir. Unter diesen Zeichen bist du wahrhaft hier. (hl. Thomas v. Aquin)

Seit dem 1. Adventsonntag 1994 ist in der Klosterkirche Thalbach, Bregenz, täglich das Allerheiligste Altarssakrament zur Anbetung ausgesetzt. Dieser Ort ist eine stille Oase, wo Gott wirklich anwesend ist, wo seine Nähe spürbar und erfahrbar ist. Viele Menschen kommen hier täglich vorbei.

Hier finden Beter aus nah und fern durch das Gebet vor dem Allerheiligsten in der Stille bei Jesus Kraft und Trost. Sie beten stellvertretend für die ganze Kirche und Welt in den Anliegen und Sorgen der Menschen zu Gott. Sie bringen auch die Bitte um den Frieden in den Familien, in der Gesellschaft und in der Welt vertrauensvoll vor Gott.

In seinem Vortrag: „Nichts ist mächtiger als ein Mensch, der betet. Denn durch das Gebet wird er der Macht Gottes teilhaftig.“ (hl. Chrysostomus) erklärte Dekan Hesse den etwa achtzig Teilnehmern, weshalb die Anbetung so wichtig ist: In der Anbetung müssen wir nicht selber etwas leisten. Wir verweilen einfach beim Herrn. Wir setzen uns seiner Liebe aus und lassen uns von ihr erfüllen und verwandeln. Wir schauen auf den Erlöser, der Tod, Sünde und alles Böse besiegt hat. Die Anbetung ist der Ort, wo wir die Nöte der ganzen Welt zum Herrn bringen können und wo Jesus Großes in den Herzen der Menschen wirkt.
 
Wenn wir Jesus durch das stille Verweilen in seiner eucharistischen Gegenwart persönlich kennen und lieben lernen, werden wir zu echten Jüngern. Dann bringen unsere Arbeiten für die Kirche und die Menschen mehr Frucht. Dann können wir auch Schritt für Schritt erkennen, was der Wille Gottes für einen jeden von uns ist. Anbetung ist der Schlüssel für die Neuevangelisierung und die Weckung neuer geistlicher Berufungen.
 
Am Nachmittag des 1. Adventsonntags hielt Bischof Benno Elbs mit uns eine Anbetungsstunde, um seine Dankbarkeit und Freude über diese Stätte des Gebets in seiner Diözese zum Ausdruck zu bringen.
»Ich spreche mit Gott und er spricht mit mir. Es ist meine Lieblingsbeschäftigung, den Herrn kniend im Allerheiligsten Sakrament anzubeten und mit kindlichem Vertrauen alles von ihm erbitten zu können.«
hl. Charbel Makhlouf